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4/2017 | 16. November


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Aus dem Verein
Herbstseminar für Hochbauämter in Rapperswil
Das diesjährige Herbstseminar für Eco-bau-Mitglieder fand in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt St. Gallen statt. Thema war diesmal „Lowtech“. In diesem Zusammenhang wurde anderem die Planung der Berufsschule Salez vorgestellt, in der die Nutzer die Lüftung selbst über öffenbare Klappen steuern können.

In der Diskussion wurde deutlich, dass Lowtech-Gebäude einige Vorgaben erfüllen müssen: Sie brauchen ein architektonisches Konzept, das Lowtech zulässt. Dazu gehören beispielsweise grosszügige Raumhöhen, ein passender Fensteranteil oder ein geeigneter sommerlicher Wärmeschutz. Zudem müssen die Nutzer auch bereit sind, grössere Schwankungen hinzunehmen als  in den Normen vorgesehen sind. Ist der Standort Lärm exponiert, werden Lowtech-Lösungen deutlich anspruchsvoller in der Realisierung.

Im zweiten Teil wurden von den Teilnehmern Argumente für nachhaltiges Bauen zusammengetragen, die im politischen Prozess verwendet werden können.
Herbstseminar eco-bau 2017: Die Teilnehmenden besichtigen den neuen Campus der Hochschule Rapperswil

eco-bau an der Swissbau18
Nächsten Januar wird eco-bau erstmals an der Swissbau vertreten sein. Neben dem Infostand (Halle 1.0, Süd, Stand F10) wird es auch zwei Workshops im Rahmen des Focus-Programms geben. Die Themen:Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Nachhaltig bauen
Minergie-Eco 2018
Die Arbeiten für den Standard Minergie-Eco 2018 laufen derzeit noch. Neu wird der Zusatz „Eco“, der für gesundes und ökologisches Bauen steht, für fast alle Gebäudekategorien sowohl für Neubauten wie auch Sanierungen verfügbar sein. Hinzu kommen die Nutzungskategorien Restaurants, Spitäler, Gewerbebauten und Museen. Für kleine Schulbauten (häufig Kindergärten) wird neu auch ein vereinfachtes und kostengünstiges Nachweisverfahren angeboten.
Neben den neuen Gebäudekategorien, erhielt der Standard nur geringfügige Apassungen. Die Ausschlusskriterien haben sich kaum verändert. Die Anforderungen an die ökologische Umgebung (früher Rodung), der Umgang mit Regenwasser (früher Grauwassernutzung) und das Tageslicht-Tool wurden dem aktuellen Stand des Wissens resp. der Normen angepasst. Um das Bauen mit Minergie-Eco zu vereinfachen, wurde der Standard mit der Methodik eco-bau abgeglichen. Sie ist Grundlage für die Materialempfehlungen von eco-bau. Neu ist es möglich, mit den Produktelabels Eco-1- und Eco-2 fast alle Kriterien von Minergie-Eco zu erfüllen.

Minergie-Eco 2018 wird per 1.1.2018 auf der Website von Minergie verfügbar sein. Zuständig für die Weiterentwicklung des Standards ist der Fachbereich Gebäude von eco-bau und die Fachgruppe Minergie-Eco.

Eco-devis - aktualisierte Vorgaben in den NPK-Kapiteln 2018
Mit den Eco-devis hat sich eco-bau in Zusammenarbeit mit dem CRB das Ziel gesetzt, die ökologischen Vorgaben direkt in die Ausschreibungs-Tools zu integrieren. Diese Vorgaben stehen in Form von sogenannten Eco-Positionen (E und e) den Devisierenden in 40 NPKs zur Verfügung. So können ökologische Vorgaben, Anforderungen aus den Gebäudelabeln Minergie-Eco oder SNBS ohne zusätzlichen Aufwand ausgeschrieben werden. Hierfür wurden die Unterabschnitte 080 „Ökologischen Bauen“ und auch die Materialbewertungen aktualisiert und mit den Ausschlusskriterien von Minergie-Eco abgestimmt.

Die Vorgaben stehen auch als Instrument „Eco-Devis“ in PDF-Format auf www.eco-bau.ch kostenlos zur Verfügung. 


SIA 112/1 Nachhaltiges Bauen - Hochbau 2017
Die SIA 112/1 wurde überarbeitet und per 1. September 2017 als Verständigungsnorm herausgegeben. Sie bezweckt unter anderem, dass Planer möglichst frühzeitig in die Entwicklung und die Entscheidungsprozesse von Projekten eingebunden werden. Damit soll sichergestellt werden, dass Ziele der Nachhaltigkeit hinsichtlich ihrer Machbarkeit optimiert und baulich gut umgesetzt werden können. Der Zielvereinbarungskatalog wurde beibehalten und inhaltlich aktualisiert. 

Die Norm trägt dem Umstand Rechnung, dass nachhaltiges Bauen mehr ist als das Bearbeiten von einzelnen Kriterien in den drei Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Es basiert auf einer zukunftsorientierten, vernetzten Denkweise, löst Zielkonflikte und sucht Synergien innerhalb der teilweise divergierenden Kriterien. Erst die Gesamtsicht ermöglicht es, frühzeitig Prioritäten zu setzen und so nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Bestellt werden kann die SIA 112/1 SIA-Shop.


Publikation zum Thema «Lowtech»
Das Amt für Grundstücke und Gebäude des Kantons Bern hat den diesjährigen Nachhaltigkeitsspiegel dem Thema «Lowtech: robuste und funktionale Bauten» gewidmet. Die Publikation erscheint jährlich und dokumentiert auch die erzielten Umweltleistungen des Amts.

Nachhaltige Bauten
WSL Birmensdorf - gelungene Sanierung des Hautptrakts
Der Campus der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf ist historisch gewachsen. Die Bauaufgabe bestand darin, den aus den 1950-er Jahren stammenden Haupttrakt mit Verwaltung, Hörsälen und Labors zu sanieren. Dabei sollten die Gebäude nicht nur baulich, sondern vor allem auch energetisch verbessert werden.

Ziel der Architekten war es, die Gebäude über eine einheitliche und zeitlose Gestaltung stärker zusammenzubinden. Deshalb liessen sie die Struktur weitgehend unverändert und stülpten dem Betonbau eine neue Aussenhaut über mit vorfabrizierter Holzelementfassade und Dach. Im Sockelbereich wurden widerstandsfähige Betonelemente verwendet. Diese Erneuerungsvariante ermöglichte die Sanierung bei laufendem Betrieb. Auch die Büro- und Laborräume im Innern wurden umgebaut. Die Flexibilität der Raumaufteilung wurde beibehalten. Für die Sanierung der Innenräume wurden gesundheitlich unbedenkliche Materialien gewählt und die Gebäude wurden mit einer einfachen Komfortlüftung ausgerüstet. Die renovierten Büro- und Laborgebäude erfüllen Als erste Verwaltungsbauten im Raum Zürich die Anforderungen nach Minergie-P-Eco und Minergie-A-Eco..

WSL Birmensdorf: Die 1950er-Jahre-Bauten erhielten eine vorgefertigte Fassade mit integrierter Dämmung übergestülpt. Foto: Jürg Zimmermann

Veranstaltungen, Weiterbildungen
Terminstopper: Eco-bau Fachtagung 2018 am 15. März 2018
Die nächste Fachtagung von eco-bau und NNBS steht unter dem Thema „Innovative Bauweise“. Sie findet am Donnerstag, 15. März 2018 im World Trade Center Zürich und an der ETH Zürich-Hönggerberg Statt. Weitere Informationen folgen.Reservieren Sie sich den Termin!

Kurs eco-bau: Fassaden - nachhaltig, ästhetisch, clever
Die Gebäudehülle und damit die Fassade beeinflussen die Nachhaltigkeit eines Gebäudes entscheidend. Der Kurs zeigt, was hier alles zusammenläuft und welche Kriterien bei der Fassadenplanung im nachhaltigen Bauen berücksichtigt werden sollen. Die Teilnehmenden erfahren, welche Stellschrauben ihnen für die Optimierung zur Verfügung stehen und sie lernen einige Hilfsmittel für die Fassadenplanung kennen und setzen sie ein.

Zielpublikum: Bauherren, Architekten und Planer
Datum, Ort: Dienstag, 28. 11. 2017, 9.00 - 17.00, SIA-Form-Schulungszentrum, Zürich
Programm und Anmeldung

Kurse: Plusenergie-Gebäude & Building Information Modeling (BIM)
Im modular aufgebauten Zweitageskurs lernen die Teilnehmenden, warum sich Plusenergie-Gebäude (PEG) und das Building Information Modeling (BIM) als digitales Planungs- und Bewirtschaftungstool optimal ergänzen. Wie das geht, wird an Beispielen zur Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung gezeigt. Ausgewiesene Experten und erfahrene Anbieter informieren über die aktuellen Erkenntnisse aus Forschung und Praxis.  Zeit für Diskussionen und Networking steht ebenfalls zur Verfügung. Der Kurs kann auch nur tageweise besucht werden. Es lohnt sich aber, beide Module zusammenhängend zu besuchen, um die Chancen der Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung zu erkennen.

Zielpublikum: Architekten, Planer, Hauseigentümer, öffentliche Bauherren, weitere Interessierte
Orte und Daten
  • 16. + 17.11. in Bern
  • 30.11. + 01.12. in Zürich
  • 25. + 26.01. in Frauenfeld
  • 30. + 31.01. in Olten
Information und Anmeldung

Geschäftsstelle eco-bau I Röntgenstrasse 44 I 8005 Zürich I newsletter@eco-bau.ch

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