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4/2018 | 7. September

Aus dem Verein
Bauprojekte erfolgreich entwickeln - Event für die Mitglieder von eco-bau
Viele Mitglieder stehen vor der Frage, wie sie mit zusätzlichen Raumbedürfnissen umgehen sollen. Allzu schnell ist manchmal die Bauaufgabe formuliert. Doch wurden Varianten evaluiert? 
Wie sollen Ziele zum nachhaltigen Bauen definiert werden? Und welche Labels und Standards unterstützen den Weg in die Umsetzung?

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die SIA-Phasen 1 bis 3, also die strategische Planung, die Machbarkeitsstudie, der Wettbewerb und die Vorstudie. Nach einem Input werden die unterschiedlichen Vorgehensweisen diskutiert. Am Nachmittag kann das neue Gebäude Synthlon der Universität Lausanne besucht werden.

Die Veranstaltung ist exklusiv für Mitglieder von eco-bau bestimmt (Hochbauämter, Bildungsinstitutionen).

Datum, Ort:
20. Sept. 2018, 10.15 - 16 Uhr in Lausanne
Preis: gratis
Sprache: Deutsch und Französisch, ohne Simultanübersetzung
Anmeldung: Direkt auf der Website von eco-bau oder bei der Geschäftsstelle

Kann am Eco-bau-Mitgliederanlasses besichtig werden: das Gebäude Synthlon der Universität Lausanne Foto: Canton de Vaud / FISU

Nachhaltig bauen

Studie Climabau der Hochschule Luzern: Bedeutung des sommerlichen Wärmeschutzes in der Planung
Der Klimawandel wird dazu führen, dass Gebäude in der Schweiz im Winter weniger geheizt, im Sommer hingegen stärker gekühlt werden müssen. Die Forschungsarbeit “Climabau – Planen angesichts des Klimawandels” am Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern zeigt, was das für zukunftstaugliches Bauen sowohl aus Sicht der Planenden als auch der Nutzenden bedeutet.

Wichtig sind insbesondere ein aussenliegender, bedienungsfreundlicher sommerlicher Wärmeschutz und die Möglichkeit der Nachtauskühlung. Das schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Räume im Sommer behaglich bleiben. 
Die Studie zeigt auch, dass grossflächige Fenster bei neuen Bauten oft zu hohem Wärmeeintrag führen. Hier sehen die Forscher grosses Potenzial bei der Planung: Kleinere Fenster reduzieren nicht nur die Wärmeverluste im Winter, sondern auch den Eintrag an Wärme im Sommer. Dabei gilt es jedoch die Tageslichtsituation im Auge zu behalten. 

Zu den Studienergebnissen

Use Case „Integration der grauen Energie und weiterer Ökobilanzdaten in die BIM-Methodik“
Lignum und eco-bau haben sich zum Ziel gesetzt, die graue Energie in die BIM-Methodik zu integrieren. Hierfür wurde ein Use Case mit Bauen Digital gestartet. Im Zentrum steht die Frage, wie die graue Energie und weitere Ökobilanzdaten am einfachsten ins BIM integriert werden können. Damit sollen Architekten und Planer die Ökobilanzen des gesamten Bauprojekts von der Planung bis zur Realisierung optimieren können. Ausserdem wird im Rahmen des Use Case untersucht, wie bereits verfügbare Bauteilbibliotheken mit Informationen von Lignum (www.lignumdata.ch) und eco-bau (www.bauteilkatalog.ch) für die Anwendung im BIM zur Verfügung gestellt werden sollen.  

Weitere Informationen zum Use Case

Was tun, wenn aus baulichen Gründen zwingend mit lösemittelhaltigen Primern gearbeitet werden muss?
Bei Anwendungen im Innenbereich, die aus baulichen Gründen zwingend mit geprimerten Silikon-/Hybrid-Dichtstoffen ausgeführt werden müssen, sind lösemittelverdünnbare Primer nicht zu vermeiden. In solchen Fällen, gilt es eine Ausnahmebewilligung bei der Minergie-Eco- Zertifizierungsstelle einzufordern. Dazu müssen die mit Primer behandelten Bereiche auf dem Plan eingezeichnet werden und die Mengen der in die Luft ausgetretenen Lösemittel berechnet werden.

Weitere Informationen zum Use Case

Nachhaltige Bauten

Das neue Bürogebäude Swiss Re Next in Zürich
Nach 10 Jahren Planungs- und Bauzeit hat der Rückversicherer Swiss Re im Oktober 2017 am Hauptsitz am Zürcher Mythenquai eines der modernsten Bürogebäude der Schweiz in Betrieb genommen. Das von Diener & Diener geplante Gebäude ersetzt eines aus den 1960-er Jahren. Es ist unter anderem nach Minergie-P-Eco zertifiziert und bietet Platz für 1100 Mitarbeitende.

Das Gebäude ist auf hohe Nutzungsflexibilität getrimmt. Das trifft besonders auf die gebäudetechnischen Anlagen zu. Sie können ohne grosse Mehrkosten an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Das neue Arbeitsplatzkonzept, das auf fest zugeteilte Plätze verzichtet, führt zu einer deutlich besseren Nutzung des verfügbaren Raums.

Ins Auge fällt die gewellte umlaufende Glasfassade. Die äussere Haut bilden strukturierte Glaselemente, die thermische Grenze des Gebäudes bildet die dahinter liegende Dreifachverglasung. Dazwischen befinden sich nutzbare Balkone und Loggien. Gegen Überhitzung im Sommer helfen einerseits die Sonnenschutzbeschichtung auf der äusseren Glashaut und andererseits konventionelle Lamellenstoren vor der Dreifachverglasung.

Der Energieverbrauch pro Arbeitsplatz konnte gegenüber dem alten Gebäude um 80 % gesenkt werden. Geheizt und gekühlt wird via Wärmepumpe mit Seewasser. Seewasser dient auch zur Toilettenspülung und für den Gartenunterhalt.
 

Das neue Bürogebäude der Swiss Re am Mythenquai in Zürich, Bild Leonardo Finotti

Publikationen

Merkblatt: Sommerlicher Wärmeschutz
Gebäudehülle Schweiz, der Verband Schweizer Gebäudehüllen-Unternehmungen, hat ein Merkblatt zum sommerlichen Wärmeschutz herausgegeben. Die Autoren gehen davon aus, dass steigende Temperaturen, mehr Hitzetage und längere Hitzeperioden auch bei uns zur Normalität werden. Sie zeigen, welches die wesentlichen Faktoren sind, die die Raumtemperatur beeinflussen. Sie vermitteln, wie sich mit – teilweise einfachen - Massnahmen Räume kühl halten lassen, ohne dass ein Kühlaggregat installiert werden muss.

Zum Merkblatt

Anlässe, Veranstaltungen

Fachveranstaltung Minergie-Eco: Schulhaus Blumenfeld
An der Veranstaltung wird erläutert, wie man beim Schulhaus Blumenfeld in Zürich für gute Raumluft, viel Tageslicht gesorgt und dabei auch ökologische Aspekte berücksichtigt hat. Die Referenten beleuchten diese Themen und die bauliche Umsetzung am Minergie-Eco-zertifizierten Gebäude. An der abschliessenden Objektbesichtigung beantworten die Fachleute direkt vor Ort Fragen. 

Datum, Ort: 18. September 2018, 13-17.30 Uhr in Zürich

Weitere Informationen und Anmeldung


Lehrgang nachhaltiges Bauen 2019
Der nächste Grundlagenkurs zum nachhaltigen Bauen beginnt im Frühling 2019. An vier Tagen (9. April, 7. Mai, 28. Mai und 18. Juni 2019) wird dort Wissen zu den Konzepten des nachhaltigen Bauens, zur Materialwahl und zum gesunden Innenraumklima vermittelt. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs ist es möglich, Fachpartner eco-bau zu werden.

Weitere Informationen

Fachtagung nachhaltiges Bauen 2019
Wie jedes Jahr werden der Verein eco-bau und das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz auch 2019 ihre Fachtagung zum nachhaltigen Bauen organisieren. Neu als Träger dazustossen werden dann der CRB, Minergie und Fachhochschulen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, reservieren Sie sich den Termin! 

Datum, Ort: 28. März 2019 in Bern

Geschäftsstelle eco-bau I Röntgenstrasse 44 I 8005 Zürich I info@eco-bau.ch
Barbara Sintzel, René Mosbacher

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