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2/2019 | 5. April

Neues aus dem Verein
Rückblick auf erfolgreiche Fachtagung 
An der diesjährigen Fachtagung im Zentrum Paul Klee beschäftigten sich hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung mit der Frage, wie die Bedürfnisse von Gebäudenutzern in die Bauplanung einbezogen werden können.

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Donat Senn, Geschäftsleiter GWJ Architektur, präsentiert das geplante Herz- und Gefässzentrum des Inselspital Bern. Foto: Gian Vaitl

Vereinsversammlung eco-bau
Die Vereinsversammlung hat die Mitgliederbeiträge bei den Hochbauämtern um 400 CHF gesenkt. Damit werden vor allem für kleinere Städte und Gemeinden die Mitgliederbeiträge lukrativ. Im Mitgliederpreis inbegriffen ist jährlich eine Kurzschulung für die Projektleiter oder eine Kurzberatung für ein anstehendes Bauprojekt.
Neu gewählt wurden Annette Aumann, Leiterin der Fachstelle nachhaltiges Bauen des Amts für Hochbauten der Stadt Zürich, Giancarlo Serafin, Immobilien ETH Rat, Vertreter des ETH-Bereichs, Reto Baumann, Immobilien Kanton Aargau und Thomas Fries, stellvertretender Leiter des Hochbauamts Kanton Basel-Stadt. Die abtretenden Vorstandsmitglieder Annick Lalive d’Epinay und Bernhard Orschulko werden herzlich verdankt.
Auch fürs 2019 hat sich eco-bau einige Ziele gesetzt. So wird das klimakompatible Bauen, Bauen in der Kreislaufwirtschaft wie auch nachhaltige Umgebungsgestaltung thematisiert.

Beitritt der Gemeinde Meyrin (GE)
Die Stadt Meyrin hat über 25'000 Einwohner. Sie erstreckt sich über fast 10km2 auf denen mehr als 10'400 Wohnungen und knapp 1'500 Unternehmen vorhanden sind.
Anfangs der 60er-Jahre als Trabantenstadt erbaut, erlebt die Gemeinde heute ein zweites, grosses Bevölkerungswachstum einhergehend mit einer bedeutenden städtebaulichen Entwicklung. Beispiel dafür sind der Bau des Öko-Viertels «Les Vergers», die Entwicklung der Industrieviertel, die Schaffung des Sees «Lac du Vernes» oder auch das Projekt «Cœur de Cité» zur Neugestaltung des Zentrums. Für diese Gesamtentwicklung legen die Behörden von Meyrin grossen Wert auf eine geordnete und kontrollierte Raumentwicklung und haben Nachhaltigkeitsfragen in den Vordergrund gestellt.
Dazu Sébastien Blondet, Mitverantwortlicher des Amtes für Städtebau, Bauwesen und Energie, «Meyrin möchte im Gesamtzusammenhang dieses Wandels in vollem Umfang von den Fachkenntnissen des Vereins eco-bau zum Thema Nachhaltigkeit profitieren können. Unser Beitritt zu eco-bau wird den Austausch mit Baufachleuten verstärken und so interessante Synergien schaffen.»
Luftaufnahme von Meyrin (GE)

eco-bau in den Medien
Die Zeitschriften 24 Heures und Tribune de Genève haben eco-bau eine Doppelseite gewidmet, in denen zu lesen ist, was die Ziele und Anliegen des Vereins sind. Im ausführlichen Porträt kommen auch Yves Golay, Mitglied im Vorstand von eco-bau als Vertreter des Kantons Waadt und Sébastien Piguet, eco-baus Geschäftsführer in der Romandie, zu Wort.


Nachhaltig bauen
Tageslicht – neue Seite auf der eco-bau-Website
Wenn es um gesundes und ökologisches Bauen geht, ist die Versorgung der Innenräume mit Tageslicht ein wichtiger Aspekt. Der Mensch hat sich über viele Jahrtausende an die Lichtverhältnisse im Freien angepasst. Wir nutzen Veränderungen von Farbe, Einfallsrichtung oder Intensität des Lichts für unsere zeitliche und räumliche Orientierung. Licht beeinflusst auch unsere Gesundheit.
Aus all diesen und vielen weiteren Gründen widmet eco-bau auf seiner Website dem Thema neu eine Unterseite mit Text, Bild und Grafiken.


Über optimales Tageslicht verfügen die Nutzer im Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Methodik Baumaterialien eco-bau – Änderungen
Die Methodik Baumaterialien eco-bau stellt sicher, dass Baumaterialien und Bauprodukte nach den gleichen Massstäben bewertet werden. Sie ist die Grundlage für die Bewertungen von Bauprodukten (Eco-Produkte) und Baumaterialien (Eco-Devis und Eco-BKP). Sie wurde da überarbeitet, wo neue Erkenntnisse vorlagen oder Präzisierungen vorzunehmen waren. Dies sind die Änderungen in Kürze:
  • Produktegruppe Türen ergänzt (Kap. 3.1)
  • Präzisierung «Recyclinganteil hoch» für Recyclingbeton (Kap. 4.4)
  • H-Sätze 400, 410 und 420 neu als hohe Gefährdung eingestuft (Kap. 4.5)
  • Bewertung von Bauteilen und Systemen neu definiert (Kap. 4.8)
  • Nachweisverfahren für Formaldehydemissionen aus Mineralfaserdämmstoffen (Anhang 1)
  • Anpassungen und Neuerungen in den Zielwerten für die Graue Energie
Alle Informationen zur Methodik und die einzelnen Dokumente finden Sie hier.

Unentgeltliche ECO-Beratung durch Minergie
Bauherrschaften, Architekten und Planende können sich im Umfang von einer Stunde bei Zertifizierungsstellen von Minergie unentgeltlich zm Gebäudelabel Minergie-ECO beraten lassen. Sei es zu allgemeinen Fragen oder zu einem spezifischen Projekt. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an die für Ihre Region zuständige Minergie-Zertifizierungsstelle.

Areale in Transformation
Seit diesem Jahr gibt es ein Zertifikat für 2000-Watt-Areale in Transformation. Damit lassen sich neben Neubauarealen auch bestehende Quartiere auszeichnen, die energie-, ressourcen- und klimaeffiziente sind und sich auf dem Weg zu einem 2000-Watt-Areal befinden. Bei der Umsetzung werden die Entwicklungsabsichten von Grundeigentümern und von weiteren Akteuren aufeinander abgestimmt. Im Frühsommer wird die Pilotphase mit der Zertifizierung der ersten vier Areale erfolgreich abgeschlossen werden.
Der Campus Mythenquai von Swiss Re in Zürich-Enge ist eines der vier Pilot-2000-Watt-Areale in Transformation. Es umfasst vier Altbauten und zwei Ersatzneubauten. Foto: Christian Richters

Forschung & Entwicklung
Gute Luft für Schulkinder
Gute Luft wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern aus. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat in Zusammenarbeit mit Schulen aus drei Kantonen im Rahmen einer Studie Messungen zur Luftqualität in Schulzimmern durchgeführt.
Dabei wurde festgestellt, dass diese in vielen Schulen ungenügend ist. Mit einigen einfachen und wirkungsvollen Massnahmen kann die Luftqualität erheblich verbessert werden. Deshalb stellt das Bundesamt für Gesundheit Schulen Gebäudeeigentümern und Bauherren zur Verbesserung der Luftqualität Informationsmaterialien zur Verfügung.

Informationen und Empfehlungen für Bauherren 
Bei jedem Schulhausneubau und bei jeder Renovation sollte ein Lüftungskonzept geplant und umgesetzt werden. Damit kann eine durchgehend gute Raumluftqualität über die gesamte Schulzeit sichergestellt werden. In den Empfehlungen an Bauherren macht das BAG auf die Umstände einer guten Luftqualität, die geltenden Normen sowie die Verbesserungsmöglichkeiten im baulichen Bereich aufmerksam.

Eco-bau führt mit Pusch am 12.6.2019 einen Tageskurs zum nachhaltig und gesunden bauen von Schulen und Kindergärten durch. Die Luftqualität wird im Kurs besprochen.

Nachhaltige Gebäude
Espace Post – Berner Post-Hauptsitz im Betrieb
Der 2015 fertig erstellte Neubau der Post im Berner Stadtteil Wankdorf City konnte am Nachmittag der Fachtagung besichtigt werden. Der 131 m lange und 40 m breite Riegel bietet Platz für rund 2000 Mitarbeitende und erfüllt hohe Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit. Geplant wurde das Gebäude von Atelier WW Architekten und gebaut von Losinger Marazzi. Die Post nutzt es als Mieterin; sie konnte dort sechs ihrer Berner Standorte zusammenführen.
 
Das Gebäude trägt das Label von Minergie und – als erstes Schweizer Bürogebäude – die Auszeichnung DGNB Platin. Sein Kernstück bilden drei grosszügige Innenhöfe, die mit ihren Ein- und Ausblicken Orientierung schaffen.
Die Mitarbeitenden können sich im Haus frei bewegen und selbst den passenden Arbeitsplatz wählen. Denn mit seinen tageslichtdurchfluteten und vielseitig nutzbaren Büroflächen unterstützt der Bau flexibles Arbeiten. Der funktional und technisch durchdachte Grundriss bietet gute Voraussetzungen und Flexibilität für künftige Nutzungen.

Einen Aspekt hat die Besucher der Exkursion jedoch erstaunt: In den Büros kann vermutlich aus Schallschutzgründen kein Fenster geöffnet werden. Wie man den Aussagen und Informationen während der Exkursion jedoch entnehmen konnte, sind die Nutzer im grossen und ganzen zufrieden mit dem neuen Gebäude, den Arbeitsplätzen und den Pausenorten und auch mit dem Komfort im Hochsommer.


Publikationen
Wohnen in jedem Alter 
BGP Architekten stellen in ihrer 100-seitigen Publikation Bauten zum Thema Wohnen in Alter vor. Das Buch macht klar, dass die Wohnbedürfnisse von älteren Personen immer vielfältiger werden. So reichen die Beispiele vom städtischen Nutzungshybrid über Alterssiedlungen mit Serviceleistungen bis hin zu Pflege-Einrichtungen. Es sind energetische, betriebliche und ästhetische Bauten, die die Publikation mit Bildern, Plänen und Projekttexten umfassend dokumentiert.
Zwei vertiefende Essays des Soziologen François Höpflinger und der Kunsthistorikerin Sibylle Omlin besprechen das Thema Wohnen im Alter zusätzlich aus ihrer eigenen professionellen Perspektive.

Das Buch kann über die Architekten bestellt werden.

Veranstaltungen, Weiterbildung
Fachveranstaltung Minergie-ECO
In den nächsten zwei Jahren wird der Rohbau des neuen Schweizer Herz- und Gefässzentrums und verschiedener Fachkliniken am Berner Inselspital erstellt. An der Fachveranstaltung Minergie-ECO berichten Bauherr, Generalplaner, Fachplaner und Experten, welchen Fortschritt das komplexe Vorhaben nach den Minergie-P-ECO Anforderungen in einem Jahr gemacht hat und wie Bauen nach BIM dabei hilft.

Datum, Ort: 21. Mai 2019, 14-18h, Inselspital Bern, Auditorium Ettore Rossi, Kinderklinik, Eingang 31B

Weitere Informationen und Anmeldung

Energiekongress
Die Energie-Tage St. Gallen sind ein jährlicher Treffpunkt von Gemeinden, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Am 7. Energiekongress werden aktuelle Themen, wie Mobilitätsmanagement, intelligente Gemeinde und Städte, Siedlung und Verkehr sowie nachhaltiges Bauen behandelt. Auch eco-baus Geschäftsführerin Barbara Sintzel hält am Nachmittag ein kurzes Referat zu Tipps und Tricks im nachhaltigen Bauen.

Datum, Ort: 24. Mai 2019, 8.15-17h, Olma Messen in St. Gallen

Weitere Informationen und Anmeldung

Schulen und Kindergärten nachhaltig und gesund bauen
Schulhäuser, Kindergärten und Verwaltungsgebäude unterliegen besonders hohen Anforderungen. Ein solches Gebäude zu bestellen, will gelernt sein. Im eintägigen Kurs vermitteln diverse Referenten – unter anderem auch eco-bau – wie ein Gebäude hinsichtlich Energieeffizienz, Materialisierung, Raumangebot, Tageslicht, Wärmeschutz, Luftwechsel oder naturnahem Aussenraum zum Vorzeigeobjekt wird.

Datum, Ort: 12. Juni 2019, 9-16.45h in Buchs

Weitere Informationen und Anmeldung

Schweizer Bauforum
Am Schweizer Bauforum trifft sich die Bau- und Immobilienbranche, um über zukünftige Herausforderungen aus Sicht der Nachhaltigkeit zu diskutieren. Die diversen Referenzen stellen Fragen wie: Wie bauen und betreiben wir Immobilien um 2050? Mit welchen Geschäftsmodellen und Anlagestrategien werden wir Geld verdienen? Auf was sollten wir heute bereits achten, um die Weichen richtig zu stellen? Welche Chancen liegen im Bestand?

Datum, Ort: 13. Juni 2019, 13-17.30, HSLU in Luzern

Weitere Informationen und Anmeldung

Tageslicht-Symposium 
Das Symposium dient als Austausch zwischen Architekten, Planern, Industrie und Forschung. Es hat zum Ziel, kompetent rund um das Tageslicht zu informieren. Es erörtert die Bedeutung des Lichtes in unserer Gesellschaft, thematisiert das natürliche Licht als Gestaltungselement in der Architektur und klärt den Beitrag des Tageslichts zur aktuellen Energiediskussion.

Datum, Ort: 19. Juni 2019, 9-17 Uhr, HSLU in Horw

Weitere Informationen und Anmeldung

Ein Sommer mit Energie 
Das Forum Energie Zürich führt in seiner Energie VorOrt Reihe spannende Exkursionen und Besichtigungen durch zu Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Nachhaltigkeit im Gebäude, Areal und Siedlungsentwicklung. Neben den Besichtigungen, bietet der Verein praxisorientierte Kurse zu den Themen Energieeffizienz, Gebäudetechnik, erneuerbare Energien, Minergie-Eco und Betriebsoptimierung an.

Geschäftsstelle eco-bau I Röntgenstrasse 44 I 8005 Zürich I info@eco-bau.ch
Barbara Sintzel / Ariana Pradal

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