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4/2019 | 6. September

Artenvielfalt im Siedlungsraum 🐝

GrĂŒner Aussenraum wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Ist die Umgebung naturnah gestaltet, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur BiodiversitĂ€t und ist tendenziell kostengĂŒnstiger als bei einem konventionellen Unterhalt. Aus diesen GrĂŒnden nimmt sich eco-bau mit diesem Newsletter und mit einem Vertiefungskurs zu gelungener Aussenraumgestaltung fĂŒr ein gutes Stadtklima an.

Planen auch Sie in Ihren nĂ€chsten Projekten mehr Raum fĂŒr Tiere und Pflanzen ein.
Ihr eco-bau Team

Neues aus dem Verein
Nachhaltige Beschaffung von Holz – Herbstseminar fĂŒr Mitglieder
Immer mehr öffentliche Bauherren interessieren sich dafĂŒr, wie sie mit Holz aus ihren eigenen WĂ€ldern bauen können. Doch neben den offensichtlichen Vorteilen gilt es auch die Vorgaben der öffentlichen Beschaffung fĂŒr eine juristisch korrekte Ausschreibung zu berĂŒcksichtigen. Die Veranstaltung zeigt mögliche Fallstricke und wie man sie umgeht. Sie gibt ausserdem einen Ausblick auf die Änderungen des neuen Beschaffungsrechtes und zeigt erste Möglichkeiten fĂŒr die Ausschreibung von Holz. Im Anschluss an das Seminar besteht die Möglichkeit, das Zentrum Sport und Sportwissenschaft ZSSw der UniversitĂ€t Bern zu besichtigen.

Datum, Ort: 19. September 2019, 14-18h, Bern

Anmeldung fĂŒr Mitglieder / 
Informationen
Das Zentrum Sport und Sportwissenschaft (ZSSw) der UniversitÀt Bern kann nach dem Seminar besichtigt werden.
Foto: Markus Beyeler sbf, Blitz & Donner


Eco-Pro – unser Newsletter fĂŒr vertiefte Information
Neu wird eco-bau zwei- bis dreimal im Jahr Fachinformationen mit spezifischen Antworten und ErlÀuterungen rund um unsere Instrumente, Methodik, Konzepte und GebÀudelabels verschicken. Dabei bleiben wir nicht an der OberflÀche, sondern vertiefen Inhalte und Fragestellungen. Wir setzen in spezifischen Themen ein Fokus. Abonnieren Sie unseren Eco-Pro-Newsletter, wenn Sie wissen wollen:
  • Welche Neuerungen stehen an in der eco-bau Methodik Baumaterialien mit Auswirkungen auf Bewertungen von Produkten? Oder welche wurden bereits gemacht?
  • Wie werden Eco-Produkte im Detail bewertet?
  • Was kann ich als Hersteller von Bauprodukten verbessern?
  • Wie hĂ€ngen Instrumente und GebĂ€udelabels zusammen?
Sind Sie interessiert? Der erste Newsletter erscheint Ende Oktober. Melden Sie sich schon heute ĂŒber unsere Website an.


Nachhaltig bauen
GebÀudestandard Energiestadt 2019
Um eine Vorbildfunktion wahrzunehmen, richtet sich der behördenverbindliche GebĂ€udestandard 2019 als Leitlinie (nicht als Vollzugsinstrument) an Bauherrschaften von öffentlichen und durch die Öffentlichkeit unterstĂŒtzte Bauten. Er dient nicht nur EnergiestĂ€dten, sondern kann auch von anderen Gemeinden und Organisationen (z.B. Immobilienverwaltungen) beschlossen werden. Der GebĂ€udestandard kann als Vorgabe bei Landverkauf oder -abgabe im Baurecht verwendet werden. Mit einer angemessenen BegrĂŒndung (z.B. Bauten unter Denkmalschutz) kann vom GebĂ€udestandard abgewichen werden.

Lichtverschmutzung und Artenvielfalt: Licht aus!
Es ist seit langem bekannt, dass kĂŒnstliches Licht im Aussenraum das Leben der nachtaktiven Tiere beeintrĂ€chtigt – vor allem dasjenige der Insekten. Dies hat schon manche Gemeinde dazu veranlasst, ihre Strassenbeleuchtung zu reduzieren. Trotzdem nimmt die Lichtverschmutzung jĂ€hrlich zu.
Um Lichtemissionen zu vermeiden existiert seit 2013 die SIA-Norm 491 zur Vermeidung unnötiger Lichtemissionen im Aussenraum. Verschiedene Lösungen von Gemeinden werden anhand zahlreicher Beispiele aufgezeigt. Am radikalsten ist wahrscheinlich die Gemeinde Val-de-Ruz (NE): Vergangenen Winter hat sie die öffentliche Beleuchtung von Mitternacht bis 4.45 Uhr morgens ausgeschaltet – ausser bei FussgĂ€ngerstreifen.

Informationsplattform zur öffentlichen Beleuchtung
SIA 491 Vermeidung unnötiger Lichtemissionen im Aussenraum
Die Lichtverschmutzung hat deutlich zugenommen, wie der Vergleich der Jahre 1994 und 2012 zeigt.
Quelle: BAFU 


Materialwahl einfach gemacht mit Eco-Produkten
Architekten und Planer, die ein GebĂ€ude mit dem Label Minergie-Eco, SNBS oder SGNI erstellen, finden im Thema Materialwahl UnterstĂŒtzung mit der Liste der Eco-Produkte. Auf dieser Liste sind Bauprodukte aufgefĂŒhrt, die auf die Vorgaben der erwĂ€hnten GebĂ€udelabels geprĂŒft wurden. Produkte mit eco-1 und eco-1 Bewertung erfĂŒllen alle relevanten Vorgaben der GebĂ€udelabels. Es sind ĂŒber 1700 EintrĂ€ge abrufbar. So wird die Produktewahl einfacher. Testen Sie es selbst.

Rechenhilfe II fĂŒr 2000-Watt-Areale weiterentwickelt
Die Rechenhilfe II ermöglicht die phasengerechte Bilanzierung von Arealentwicklungen in Planung, Realisierung und Betrieb. Erfasst werden – in Anlehnung an die Methodik des SIA-Effizienzpfades Energie – neben der Betriebsenergie auch die Erstellung und die vom Standort ausgehende MobilitĂ€t. Mit der Rechenhilfe II wird der quantitative Nachweis fĂŒr das 2000-Watt-Areal-Zertifikat erbracht.
In der neue Version 1.4.1 können Areale mit hohem Anteil an Bestandsbauten ĂŒber einen lĂ€ngeren Betrachtungszeitraum (z.B. 20 Jahre) bis zur Erreichung der 2000-Watt-Ziele verfolgt werden. Dies ist die Grundlage fĂŒr die neue AusprĂ€gung «Transformation» des Zertifikates. Eine neue GebĂ€udekategorie erlaubt auch den Nachweis fĂŒr Hochschulareale. Die Bedienung ist neben DE und FR neu auch in Englisch möglich. Das Benutzerhandbuch wurde mit einer Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung fĂŒr Erstbenutzer ausgebaut.
Gratis Download gegen Registrierung.

Weiterbildung: 3. Oktober 2019, Vormittag in ZĂŒrich
EinfĂŒhrung fĂŒr Erstanwender und Erfahrungsaustausch fĂŒr Fortgeschrittene.
Auskunft und Anmeldung ĂŒber technik@2000watt.ch
c/o Gugerli Dolder Umwelt & Nachhaltigkeit GmbH.

Nachhaltige GebĂ€ude
Wildbienenparadies auf dem Schuldach
Die dieses Jahr fertig erstelle Sanierung der Schulanlage Looren in Witikon zeigt, wie die gebaute Umwelt aktiv zum Erhalt und zur Förderung der BiodiversitĂ€t im Siedlungsraum beitragen kann. Die pavillonartige Schulanlage befindet sich in einer denkmalgeschĂŒtzten Gartenanlage, in der fĂŒr die Förderung der Artenvielfalt weder viel Platz noch Spielraum bestand. Durch die Auswahl von Wildbienen als Zielorganismen wurden die Massnahmen zur Erhöhung der BiodiversitĂ€t spezifisch ausgestaltet. Die DachflĂ€chen der Schulanlage konnten mit geringem Aufwand zu einem Wildbienenparadies umgestaltet werden. Damit wurde eine deutliche Verbesserung der BiodiversitĂ€t vor Ort erreicht. Das Wildbienenparadies ĂŒber den DĂ€chern von ZĂŒrich entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Amt fĂŒr Hochbauten und GrĂŒn Stadt ZĂŒrich, Hager Partner Landschaftsarchitekten, Wildbiene & Partner und Horisberger Wagen Architekten.
Vor der Sanierung hat die Stadt ZĂŒrich eine Analyse zur Förderung der BiodiversitĂ€t auf DĂ€chern am Beispiel der Schulanlage Looren erstellt. Diese 2015 erschienene Publikation ist auch nach Fertigstellung des Baus lesenswert.
BiodiversitĂ€t kann man auch in denkmalgeschĂŒtzer Umgebung fördern – wie hier mit Wildbienen auf dem Schulhausdach.
Foto: Yannick Schauwecker


Vernehmlassung
Die Baukultur in Arbeit
Unter der Schirmherrschaft des Bundesamtes fĂŒr Kultur erarbeiten fĂŒnfzehn Bundesstellen gemeinsam eine abteilungsĂŒbergreifende Strategie Baukultur. Sie zielt darauf ab, die QualitĂ€t der gebauten Umwelt, die normativen Grundlagen fĂŒr die Förderung eines qualitativ hochwertigen Lebensraums, den Kompetenzaufbau und die Forschung zu fördern. Eine hochwertige Baukultur verwirklicht nach Ansicht des Bundes integrative Orte, schafft IdentitĂ€ten, fördert das Wohl des Einzelnen und schafft gemeinsame Werte. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Lebensraums.
Der Entwurf der Strategie Baukultur liegt zur informellen Anhörung auf. Es kann noch bis zum 20. September Stellung dazu genommen werden.
Die wichtigsten Organisationen der Baukultur in der Schweiz haben bereits ihre Reaktion auf diese Konsultation bekannt gegeben. Sie begrĂŒssen zwar die Relevanz des Konzepts, bedauern jedoch, dass die bereitgestellten Mittel nicht den formulierten Zielen entsprechen.

WeiterfĂŒhrende Informationen

Veranstaltungen, Weiterbildung
Jahresanlass fĂŒr Fachpartner eco-bau
Neben verschiedenen Gelegenheiten zum Austausch unter den Fachpartnern, stehen in enger Verbindung zum Austragungsort das Thema «Recyclingbeton» und eine gefĂŒhrte Besichtigung des Campus Muttenz der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW auf dem Programm. Es freut uns sehr, dass wir mit Stefan BĂ€nziger und Riet Bezzola zwei Referenten gewinnen konnten, die fĂŒr diese Programmpunkte prĂ€destiniert sind.
Willkommen sind auch Planer, die Interesse am nachhaltigen Bauen haben.

Datum, Ort: 12. September 2019, 14-18h, Campus FHNW, Muttenz

Anmeldung ĂŒber Website

CAS Regenerative Materials
Es ist Zeit alternative Lösungen aus lokalen Ressourcen wie Erde, biobasierten und wiederverwendeten Materialien auch im Bausektor zu verwenden. Der CAS «Managing a project with Regenerative Materials», einem neuen internationalen ETH-Ausbildungsprogramm, das vom Lehrstuhl fĂŒr Nachhaltiges Bauen ins Leben gerufen wurde, will dieses Problem angehen. Es bietet Kenntnisse und FĂ€higkeiten, um unsere konventionellen Bautechniken zu hinterfragen und regenerative Materialien von der Ressourcengewinnung ĂŒber die Baustelle bis hin zum Betrieb und dem Ende der Lebensdauer der Baustoffe zu fördern. Die erste Einheit des CAS findet ab Januar 2020 statt.

Informationen und Anmeldung

Urban Mining – Bauen in der Kreislaufwirtschaft
Immer knapper werdende Ressourcen fĂŒhren dazu, dass sich die Baubranche vermehrt Gedanken ĂŒber die Mehrfachnutzung und Wiederverwertung von Materialien und alternative Konstruktionsmethoden macht. In diesem eintĂ€gigen Seminar wird erörtert, wie sich KreislĂ€ufe im Bauen schliessen lassen.

Datum, Ort: 26. September 2019, 9-17h, NEST Empa in DĂŒbendorf

Weitere Informationen und Anmeldung

Planung und Umsetzung naturnaher GrĂŒnflachen
Naturnahe Frei- und GrĂŒnflĂ€chen wirken sich positiv auf die LebensqualitĂ€t und den Erhalt der BiodiversitĂ€t aus. Doch die Planung naturnaher GrĂŒnflĂ€chen ist fĂŒr viele Gemeinde Neuland. Wiesen, RuderalflĂ€chen, StrassenrĂ€nder; jeder FlĂ€chentyp benötigt individuelle Planung und Pflegemassnahmen. Welche FlĂ€che muss wie geplant werden? Wo lĂ€sst sich Zeit und Geld sparen und wo investiert man mit gutem Grund mehr?

Zielpublikum
Verwaltungsangestellte, Behörden- und Kommissionsmitglieder, Werkhofleiter und Personen, die fĂŒr die Planung von GrĂŒnflĂ€chen auf dem Gemeindegebiet zustĂ€ndig sind.

Datum, Ort: 22. Oktober 2019, 9-16.30h Sargans

Weitere Informationen und Anmeldung

Mehr GrĂŒn fĂŒr ein gutes Stadtklima
SchulhĂ€user, KindergĂ€rten und VerwaltungsgebĂ€ude unterliegen besonders hohen Anforderungen. Ein solches GebĂ€ude zu bestellen, will gelernt sein. Im eintĂ€gigen Kurs vermitteln diverse Referenten – unter anderem auch eco-bau – wie ein GebĂ€ude hinsichtlich Energieeffizienz, Materialisierung, Raumangebot, Tageslicht, WĂ€rmeschutz, Luftwechsel oder naturnahem Aussenraum zum Vorzeigeobjekt wird.

Datum, Ort: 25. Oktober 2019, 9-17 Uhr, SIA-Form Schulungszentrum in ZĂŒrich

Weitere Informationen und Anmeldung

Klimakompatibel Bauen 
Die ErwĂ€rmung in der Schweiz nimmt, verglichen mit dem globalen Mittel, deutlich zu. Entsprechend gross sind die Folgen und der Handlungsbedarf. Im Vertiefungskurs von eco-bau und SIA setzen wir uns mit den Schweizer Klimaszenarien auseinander und fragen, was dies fĂŒr die Planung und Realisierung von GebĂ€uden bedeutet

Datum, Ort: 15. November 2019, 9-17 Uhr, SIA-Form Schulungszentrum in ZĂŒrich

Weitere Informationen und Anmeldung

GeschĂ€ftsstelle eco-bau I Röntgenstrasse 44 I 8005 ZĂŒrich I info@eco-bau.ch
Barbara Sintzel / Ariana Pradal

Wenn Sie diese E-Mail (an: samuel.perret@hsr.ch) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Verein eco-bau
Barbara Sintzel
Röntgenstrasse 44
8005 ZĂŒrich
Schweiz

044 241 27 22
barbara.sintzel@eco-bau.ch