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6/2019 | 18. Dezember

Besuchen Sie uns an der Swissbau đź”ś

Im Januar sind wir zum zweiten Mal an der Swissbau mit einem Stand in der Halle 1 Süd anzutreffen. Dort und in unseren vier Begleitveranstaltungen nehmen wir die aktuellen Themen von eco-bau auf: Zwei Veranstaltungen widmen sich den Themen Biodiversität an Fassaden und Umgebung. Ausserdem wird in der Veranstaltung «BIM und LCA» die Reduktion der Treibhausgase bei der Erstellung von Bauten vertieft. Dort stellen wir eine wegweisende BIM Applikation vor. Mit der EMPA vertiefen wir das Thema Kreislaufwirtschaft. Reservieren Sie sich einen Platz bei einer unserer Begleitveranstaltungen. Wir freuen uns auf Sie.

Aber vorerst wĂĽnschen wir Ihnen besinnliche Festtage und bedanken uns fĂĽr Ihr Interesse an eco-bau. âś¨

Ihr eco-bau Team

Neues aus dem Verein
Newsletter Eco-Pro
Im Herbst hat eco-bau seinen Newsletter Eco-Pro lanciert. Dieser Newsletter erscheint 2-3 Mal im Jahr in Deutsch und Französisch und steht allen offen, die sich mit dem Thema gesunde Baumaterialien beschäftigen und ökologische Anforderungen erfüllen wollen.
Alle Ă„nderungen, die die Eco-Instrumente oder die Methodik Baumaterialien eco-bau betreffen, werden jeweils im ersten Newsletter Eco-Pro des Jahres kommuniziert.
Verpassen Sie diese nicht und melden Sie sich ĂĽber die Startseite von eco-bau oder ĂĽber newsletter@eco-bau.ch an.

Nachhaltig bauen
Ăśberarbeitung Minergie-Eco 2020
Mit Minergie-Eco 2020 wird ab Januar 2020 ein einfacher und aktualisierter Nachhaltigkeitsstandard fĂĽr alle Gebäudetypen, Neubauten und Sanierungen vorliegen.  

Neu werden nebst der grauen Energie auch die grauen Treibhausgase der Erstellung des Gebäudes bewertet und mit einer guten Bauweise verglichen. Die Berechnung von grauer Energie und grauen Treibhausgasemissionen erfolgt in Kombination mit dem Energienachweis und fĂĽhrt lediglich zu einem kleinen Zusatzaufwand. So erhalten die Bauherren und Planer eine RĂĽckmeldung, ob das Gebäude hinsichtlich Ressourcenverbrauch effizient erstellt wird oder eben nicht. 

Das Tageslicht hat bei Minergie-Eco schon seit Beginn ein hoher Stellenwert. Um abzuschätzen, ob genĂĽgend Tageslicht vorhanden ist, hat eco-bau hierfĂĽr ein einfaches Excel Tool entwickelt. Neu ist aber auch ein Nachweis nach der neuen Norm SNEN 17037-Tageslichtversorgung möglich, die in der Anwendung eher strenger ist als die Minergie-Eco Vorgaben.  

Auch im Fragekatalog wurden einige Vereinfachungen vorgenommen. So wurden die Ausschlusskriterien zu Holzschutz und Bioziden und die zwei Ausschlusskriterien zu Schwermetallen und Blei jeweils zu einem Ausschlusskriterien zusammengelegt. Die Vorgabe zum Thema Vogelschutz wurde so erweitert, dass das Kriterium neu auch Tierfallen und tierfreundliche Aussengestaltung umfasst. 

Mit der sorgfältigen Materialisierung und der ĂśberprĂĽfung der Baumaterialien hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte, inklusive einer Abschluss- und Kontrollmessung, erhalten die Gebäude eine bessere Qualität. Einige Hochbauämter und Investoren profitieren bereits heute davon und setzen Minergie-Eco als Qualitätsstandard fĂĽr alle ihre Bauprojekte ein. Minergie-Eco ist ein Kooperationsprojekt von Minergie und eco-bau. Eco-bau entwickelt die Vorgaben dazu und Minergie ist fĂĽr die Zertifizierung zuständig.

Die Unterlagen zu ECO sind auf der Webseite von Minergie zu finden. 


Eco-Vorgaben in der Ausschreibung
Der Bauherr wĂĽnscht, dass nach eco-bau Vorgaben gebaut wird. Aber wie kann er oder sein Architekt sicherstellen, dass die Vorgaben von eco-bau resp. der Eco-BKP Merkblätter fĂĽr gesundes und ökologisches Bauen auch in der Ausschreibung vorkommen? Und ob die Materialwahl den Vorgaben entspricht? Hier helfen die Eco-Devis weiter, die eco-bau zusammen mit dem CRB in vielen Ausschreibungsprogrammen zur VerfĂĽgung stellt. Dabei sind zwei Dinge wichtig:

  • Der Bauherr resp. Architekt muss sicherstellen, dass die Ausschreibenden mit einer Ausschreibungssoftware arbeiten, die vom CRB nach IFA18 zertifiziert wurde. Dabei werden nicht nur die NPK-Daten richtig abgebildet, sondern auch die Eco-Devis werden vollständig und aktuell dargestellt. Liste der zertifizierten Ausschreibungsprogramme.

  • Nun möchte der Bauherr auch prĂĽfen, ob die Vorgaben in der Ausschreibung integriert sind. Dazu wählt er einen NPK aus, der Eco-Devis Vorgaben beinhaltet. Siehe hier.
    Nun wird in der Ausschreibung folgendes kontrolliert:
    Ist die Leistungsposition 080 Ă–kologisches Bauen vorhanden?
    Sind die dort aufgefĂĽhrten Materialien mit einem grĂĽnen e/E gekennzeichnet?
    Wenn sie das sind, dann war die Stichprobe erfolgreich.


Nachweis Holzlabel bei Holzprodukten –
Konkretisierung und Anpassung der Methodik Baumaterialien fĂĽr Eco-Bewertungen
Dass Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, ist ein wichtiges Anliegen des nachhaltigen Bauens. Heute anerkennt eco-bau hierfĂĽr die Holzlabels FSC, PEFC und HSH (Herkunftszeichen Schweizer Holz). Möchte der Besteller Produkte aus nachhaltigem Holz, so muss er dies heute explizit verlangen. In der Eco-Produkteliste kennzeichnet eco-bau ökologische Bauprodukte. Neu bezeichnet eco-bau Produkte, mit dem Produktenamen und dem jeweiligen Holz-Zertifikat. Der Produkthersteller muss das Holzzertifikat auf dem Lieferschein erwähnen und nachweisen, dass er selber COC-zertifiziert ist oder belegen, welche Holzmengen von welchem Wald oder Rohstofflieferant stammen. 

Forschung
Klimaneutrale Industrie 2050 - Deutschland
Eine Studie der Agora Energiewende und dem Wuppertal Institut haben für die Sektoren Stahl, Chemie und Zement untersucht, welche Schlüsseltechnologien dazu beitragen können die Treibhausgasemissionen stark zur reduzieren. Neben einem Branchenüberblick mit den aktuellen Daten zu CO₂­Emissionen, Produktionsmengen, Beschäftigten und Reinvestitionsbedarf werden die Schlüsseltechnologien auf übersichtlichen Steckbriefen dargestellt.
Es finden sich für jede Technologie Informationen zu Pilot­ und Demonstrationsprojekten, CO₂­Minderungspotenzialen, CO₂­Vermeidungskosten, ein Technologievergleich sowie die zentralen Annahmen, die den Berechnungen zugrunde liegen.Die Grundaussage der Studie macht Mut: «Die technischen Möglichkeiten, die gegenwärtig noch sehr CO₂­intensiven Grundstoffindustrie fast vollständig klimaneutral zu gestalten, existieren schon heute.»
Doch die Technik alleine wird den notwendigen Investitionsschub nicht auslösen können. Es werden auch die politisch notwendigen Instrumente aufgeführt, die den CO₂­armen Schlüsseltechnologien den Weg bereiten müssen. Zur Studie Klimaneutrale Industrie

Nachhaltige Gebäude
Siedlung Letzigraben
Die beiden mehrfach abgewinkelten Ersatzneubauten der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund (SGE) liegen am Rand des Zürcher Quartiers Sihlfeld vis-à-vis der Badi Letzi. Die sieben- und achtstöckigen Wohnhäuser mit 98 Wohnungen wurden diesen Herbst nach Minergie-P-Eco fertig erstellt. Auch wurden sie gemäss dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS gebaut.
Sie verfügen über Grundwasser-Wärmepumpen und Nachströmlüftungen. Im Sommer kann das Bodenheizsystem zur kostenlosen Klimatisierung («Free Cooling») genutzt werden.

Von Ballmoos Krucker Architekten haben die Ersatzneubauten im Sinne der bestehenden Wohnhäuser aus den 1950er-Jahren entworfen. Wie selbstverständlich stehen sie am Rand des alten Parks zwischen den hohen Bäumen. Auf dem angrenzenden städtischen Grundstück haben die Architekten für die Stiftung Gemeinnütziger Wohnungsbau Letzigraben (SGWL) ein weiteres Wohnhaus geplant, das städtebaulich und gestalterisch in die SGE-Siedlung integriert ist.

Die Ersatzneubauten der SGE inmitten des alten Parks. Foto: Georg Aerni

Prix Bilan in der Romandie
FĂĽr die 8. Preisverleihung des «Prix Bilan» wurden dieses Jahr rund 40 Bauprojekte unter die Lupe genommen. Der Preis der Immobilienbranche fĂĽr Ă–kologie und Nachhaltigkeit umfasst die ganze Romandie. In der Kategorie «Bauökologie» hat die Fachjury, in der auch eco-bau vertreten war, einen ersten Preis und eine besondere Auszeichnung verliehen.
Der erste Preis ging an das neue IOC-Hauptquartier in Lausanne, das zudem auch den ersten Preis der Kategorie «BĂĽrogebäude» erhalten hat. Das olympische Haus wurde vom dänischen BĂĽro XNS realisiert und erfĂĽllt die Erwartungen anspruchsvoller Label bravourös: SNBS (also Minergie-Eco mit dem Zusatz gesellschaftliche und wirtschaftliche Kriterien) und LEED v4.1 Platinum. Bis jetzt ist es das einzige Gebäude mit einer so hohen Note (93/110 nach LEED v4.1).

Atrium des olympischen Haus' in Vidy. Foto: Adam Mørk

Von den Mitgliedern
Klimawandel: Reduktion und Anpassung
Die Auswirkungen des Klimawandels in der Schweiz sind vielfältig. Ein Pilotprogramm des Bundes zeigt anhand von konkreten Projekten auf, wie die Schweiz sich an das veränderte Klima anpassen kann. Die Projekte sind sektorenübergreifend angelegt und werden dezentral in allen Kantonen umgesetzt. Federführend ist das Bundesamt für Umwelt. Das Pilotprogramm konzentriert sich in seiner zweiten Programmphase auf sechs Themen wie Hitzebelastung, Sommertrockenheit und die Veränderung von Lebensräumen. Im Flyer sind alle Projekte auf einer Schweizerkarte verortet, sichtbar.

Veranstaltungen und Weiterbildung
Eco-bau an der Swissbau 2020
Besuchen Sie uns an der Swissbau vom 14.-18. Januar 2020. Eco-bau ist am Stand F10 in der Halle 1.0 Süd sowie mit vier Veranstaltungen präsent. Erfahren Sie mehr und melden Sie sich bitte via Website an, denn ein paar Events sind bereits gut gefüllt:

Biodiversität und Architektur – (k)ein Widerspruch?
Di, 14. Jan. 2020,12:00-13:00

LCA und BIM: Gebäude ökologisch optimieren
Mi, 15. Jan. 2020, 15:00-16:00, mit anschliessendem Apéro

Fassadenbegrünung – Wenn Natur und Architektur zusammenwachsen
Fr, 17. Jan. 2020, 11:30-12:30

Bauen in der Kreislaufwirtschaft
Fr, 17. Jan. 2020, 13.15-14:15, mit anschliessendem Apéro

Chance Schulzimmer Swissbau
In der Kurzveranstaltung anlässlich der Swissbau werden folgende drei Fragen erörtert:
  • Wie gestaltet sich die Situation der Innenraumluft in den Schweizer Schulzimmern?
  • Was ist ein ideales Raumkonzept fĂĽr Lehren und Lernen?
  • Wie wird das Raumkonzept bei Neubauten und Sanierungen umgesetzt? 
Swissbau Fokus: Mi, 15. Jan. 2020
Zeit: 09:15-10:45

Eine Veranstaltung organisiert von SVLW, eco-bau, Minergie und Suissetec 

Info und Anmeldung 

Fachtagung nachhaltiges Bauen 2020
Klimakompatibles Bauen. Die besten Lösungen sind gefragt.
Das klimakompatible Bauen ist das Gebot der Stunde. DafĂĽr braucht es neue Strategien und Konzepte, um den sich wandelnden Anforderungen in der Planung, im Bau und Betrieb von Gebäuden gerecht zu werden. Die Fachtagung 2020 bietet Kurzvorträge, Workshops und einen Architekturspaziergang in ZĂĽrich-Altstetten an. 

Datum, Ort: 26. März 2020 in Zürich, 13-17.30h mit anschliessendem Apéro

Infos und Anmeldung

Lehrgang eco-bau 2020.
Auch im nächsten FrĂĽhjahr findet wieder ein Lehrgang zum nachhaltigen Bauen statt. Ziel des Lehrgangs ist es, einen Ăśberblick ĂĽber das nachhaltige, gesunde und ökologische Bauen zu erhalten. Die theoretischen Inhalte können an einer eigenen Aufgabenstellung gleich umgesetzt werden.  

Konzepte fĂĽr nachhaltiges Bauen
ZĂĽrich I Dienstag, 31.3.2020 I 9:00-17:00 

Gesundes Innenraumklima
ZĂĽrich I Dienstag, 5.5.2020 I 9:00-17:00 

Aufgepasst bei der Materialwahl
ZĂĽrich I Dienstag, 9.6.2020 I 9:00-17:00 

Optimierung eines Planungs- und Bauprojekts (Praxisarbeit)
ZĂĽrich I Dienstag, 25.8.2020 I 9:00-17:00

Anlässe anderer Veranstalter
SNBS fĂĽr Gemeinden an der Swissbau
Der Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS 2.0 ist der umfassende und zertifizierbare Standard fĂĽr den Hochbau. Er fĂĽhrt bereits bewährte Ansätze aus verschiedenen Organisationen wie SIA, Minergie und eco-bau zusammen und ergänzt sie wo nötig. Damit ist er das optimale Werkzeug fĂĽr Gemeinden, die ihrer Vorbildfunktion als öffentliche Bauherren gerecht werden wollen.Am Workshops erfahren die Teilnehmenden, wie der SNBS ihnen hilft, naturgefahrengerecht zu bauen. Abgeschlossen wird der Anlass mit einem ApĂ©ro. 

Datum, Ort: 16.1.2020, 11:30- 12:30 Uhr, Halle 1 SĂĽd 
Veranstalter: SNBS, Schutz vor Naturgefahren; Berner Fachhochschule (BFH)

Infos und Anmeldung

Nachhaltiges Bauen am Beispiel Gesamterneuerung Raiffeisen
Wie kann ein schlecht nutzbares Gebäude in ein modernes BĂĽrohaus transferiert werden? Das zeigt der Infoabend des runden Tischs Energie und Bauen und des Architektur Forums Ostschweiz. Mit der Gesamterneuerung am Hauptsitz Raiffeisen in St.Gallen sind 300 attraktive, moderne und gesunde Arbeitsplätze entstanden. Interessierte erfahren alles Wissenswerte zum Bauen nach SNBS und Minergie-ECO. Die Projektbeteiligten berichten ĂĽber ihre Erfahrungen und auf der Besichtigungstour können sich die Teilnehmenden ihr eigenes Bild ĂĽber das erzielte Resultat machen. 

Datum, Ort: 20.1.2020, St. Gallen
Veranstalter: Der runde Tisch Energie & Bauen, Architektur Forum Ostschweiz

Anmeldung und Programm

Planungssicherheit für die Elektromobilität
Mit dem neuen Merkblatt SIA 2060 nimmt sich der SIA der Elektromobilität an. Mit Blick auf die zu erwartende Entwicklung sind Neubauten und bestehende Bauten mit den erforderlichen Infrastrukturen auszurĂĽsten.Im Kurs zum neuen Merkblatt vermitteln Referenten direkt aus der SIA-Kommission fĂĽr «Gebäudetechnik und Energienormen» die wichtigsten Inhalte der SIA 2060 

Datum, Ort: 04.02.2020 ,13.30-17.00, ZĂĽrich
Veranstalter: SIA

Informationen und Anmeldung

Geschäftsstelle eco-bau I Röntgenstrasse 44 I 8005 Zürich I info@eco-bau.ch
Barbara Sintzel / Ariana Pradal

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